Gartentipps

Gartentipps April

Der April ist einer der wichtigsten Monate für den Kleingärtner. Die Tage sind dank der Sommerzeit länger geworden, die Temperaturen der Luft und auch des Bodens erlauben eine längere Gartenarbeit. Das Grossreinemachen, das wir schon im März begonnen haben, wird nun abgeschlossen und der Garten sieht langsam aus wie ein Garten.

Was im April so alles zu tun ist:

Rosen düngen

Rosen düngen - wann und wie?

Zur Düngung wird organisch-mineralischer Rosendünger empfohlen. Er ist von seiner Düngewirkung gut abgestimmt auf Rosen. Der "rein organische" Dünger bringt zusätzlich noch Humus in den Boden. Die Düngermenge ist beim rein organischen Dünger etwa 60g/Pflanze und beim organisch-mineralischen Dünger 80- 100g/Pflanze.

Bei der Rosenpflanzung sollte kein Dünger verwendet werden! Gedüngt wird das erste Mal Anfang April (früher bringt Düngung nichts!), die zweite Düngung erfolgt nach der ersten Blüte Ende Juni - Anfang Juli. Bei Frühjahrs-pflanzungen sollte das erste Mal nach der ersten Blüte gedüngt werden.

Bei schlechtem, ausgezehrtem Boden kann mit Bodengranulat aus verschiedenen Urgesteinsmehlen, Mikronährstoffen, Bakterien und Kieselsäure der Boden verbessert werden.

Kartoffeln pflanzen

Die traditionelle Zeit zum Kartoffeln pflanzen ist in den Monaten April und Mai. Saatkartoffeln müssen ein wenig vorkeimen, bevor sie in die Erde kommen. Dazu stellt man sie

in einer Kiste mit einem Gemisch aus Rindenhumus und Sand

an einen hellen, warmen Platz. Kartoffeln können Sie

pflanzen, wenn es frühlingshaft warm und trocken ist. So

lange noch Frostgefahr besteht, können Kartoffeln nicht gepflanzt werden.

Diese frostempfindlichen Nachtschattengewächse benötigen eine Bodentemperatur von etwa sieben Grad Celsius. Auch

muss der Boden komplett trocken sein, sonst keimen die

Knollen nicht, sondern verfaulen. Noch ein Tipp zum Kartoffeln pflanzen: Wählen Sie eine Stelle aus, wo im Vorjahr keine Kartoffeln angebaut waren. So vermeiden Sie Krankheiten.

Sommerblumen aussäen

Ab Mitte April können Sie Sommerblumen direkt ins Beet säen.

 

Geeignet sind z. B. Schmuckkörbchen (Cosmos), Jungfer im Grünen (Nigella), Kornblumen (Centaurea), Malve (Lavatera), Ringelblume (Calendula), Kalifornischer Mohn (Eschscholzia) und Schleifenblume (Iberis).

Halten Sie in den ersten Wochen nach der Aussaat ein Stück Vlies bereit, das Sie bei drohenden Spätfrösten schnell schützend über die gekeimten Pflänzchen legen können.

Sind keine starken Fröste mehr zu erwarten, vereinzeln Sie die Sämlinge und versetzen die überzähligen Setzlinge an freie Plätze. Wählen Sie für diese Arbeit möglichst einen bedeckten Tag aus und vergessen Sie nicht, anschließend kräftig anzugießen.

Damit die Saat aufgeht, gehört die sorgfältige Vorbereitung der oberen Bodenschicht zu den wichtigsten Voraussetzungen.

Gemüse aussäen

Jetzt bricht eine arbeitsreiche Zeit auf dem Gemüsebeet an. Ausgesät werden können Puffbohnen, Erbsen, Mangold, Pflück- und Schnittsalat, Möhren, Radieschen, Schwarzwurzel, Spinat und Zwiebel. Schnittsalat, Schwarzwurzel und Zwiebel sollten nicht später wie April in den Boden. Für Puffbohnen, Schal- und Zuckererbsen endet die Saison im Mai. In beiden Monaten kommen jetzt Kohlrabi, Rosenkohl, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Brokkoli, Mairübe, Lauch, Rettich, Rote Beete, Bindesalat, Eissalat und Kopfsalat zur Aussaat. Erst ab Mai dürfen die wärme-liebenden Pflanzen, wie Artischocken, alle Bohnenarten, Freilandgurken, Blumenkohl, Kürbis, Melonen, Zucchini und Zuckermais in den Boden, Gerade bei diesen Pflanzen lohnt es sich, sie im Gewächshaus, Frühbeet oder auf der Fensterbank vorzuziehen und die Pflanzen nun nach draußen zu setzen. Bei den sonnenhungrigen Tomaten müssen Sie ohnehin so verfahren, weil Sie sie ansonsten nicht zur Reife bringen. Auch andere vorgezogene Pflanzen, wie alle Kohlsorten und der frühe Kopfsalat können ab April ins Freiland gesetzt werden. Früher Fenchel kann Ende April nach draußen.. Sellerie darf erst nach den Eisheiligen, ab Mitte Mai, ins Freiland. Sobald die Pflänzchen von Eissalat, Endivien, Lauch und Rote Beete groß genug sind, können sie ebenfalls nach draußen. Wählen Sie für den Umzug einen feuchten Tag mit bedecktem Himmel.

Unkraut jäten

Unkraut ist eine spontane Begleitvegetation in Kulturpflanzenbeeten oder aber auch auf Rasen. Unkraut ist dabei bei den meisten Gärtnern nicht gewünscht. Es nimmt den extra angepflanzten Kulturpflanzen nicht nur das Wasser, sondern auch das Licht.

Wenn man nicht rechtzeitig das Unkraut jätet,kann es dazu führen, dass das Unkraut unter Umständen die Kultur-pflanzen am Wachstum hindert.

 - Also, raus mit dem Zeug heißt die Devise.

Unkraut jäten ist dabei eine Arbeit, die keiner gerne macht. Insbesondere unangenehm wird es, wenn man das Unkraut aus hartem Boden heraus graben muss. Man kann dazu zwar Hilfsmittel wie Harke nehmen, aber bessere ist es mit dem Unkraut jäten zu warten bis Regen gefallen ist.

Der Regen ist dabei in der Lage, den Boden soweit aufzuweichen, damit man das Unkraut leicht heraus machen kann - unter Umständen sogar mit den bloßen Händen, bzw. mit übergezogenen Handschuhen. Und zwar bekommt man auf

diese Weise auch die Wurzeln des Unkrauts zu fassen und nicht nur die über der Erde liegenden Pflanzenteile.

Kann man aus irgendwelchen Gründen nicht warten, bis der Boden durch den Regen aufgelockert wurde, so kann man sich auch damit behelfen, dass man den Boden, auf dem sich das Unkraut breit gemacht hat, auch einfach mit einer Gießkanne ausreichend befeuchtet.

Auf dieses Weise ist auch garantiert, dass man nicht schon alleine vom Anblick des Unkrauts in den Beeten an Gelenkprobleme, Rückenschmerzen vom Knien oder aber an Schwielen an den Händen denkt.

Zur Unkrautbekämpfung sollte man auch auf keinen Fall chemische Mittel einsetzen. Auch wenn dies bequemer erscheint. Chemische Mittel töten nämlich nicht nur das Unkraut ab, sondern auch die Kulturpflanzen, bzw. schädigen diese, und zwar so sehr, dass man vom Verzehr der Nutzpflanzen unter Umständen krank werden kann.

Gartenteich reinigen

Einmal im Jahr, am besten im Frühjahr, sollte ein Gartenteich gereinigt werden. Unmengen an Laub und Pflanzenteilen sind bis dahin in den Teich geweht worden und bilden am Grund eine schleimige Schlammschicht. Algen und anderer Bewuchs müssen ebenfalls reduziert werden, damit überhaupt noch Platz für das Wasser ist. Versäumt man diese Pflegemaßnahmen hat man innerhalb von drei, vier Jahren ein stinkendes Matschloch, anstelle eines freudebringenden Biotops.

Im Frühjahr muß auch die Teichpumpe wieder installiert werden, die als Schutz vor Vereisung im Vorwinter ausgebaut wurde. Für die Reinigung muß man dann den Teich fast leerlaufen lassen. Dies bedeutet aber keinerlei Problem, wenn man einfach einen Schlauch an die vorhandene Gartenpumpe anschließt und das Wasser in die Kanalisation laufen läßt. Falls Fische im Teich sind, muß man sogar eine kleine Pfütze vom alten Wasser übrig lassen, damit sich die ursprüngliche Wasserzusammensetzung regenerieren kann. Würde man ausschließlich reines Wasser aus der Leitung einlaufen lassen, wäre dieser Schock sehr schädlich für Fische und andere Lebewesen.

Teichfolie, Steine oder Kies säubert man dann mit einem Hochdruckreiniger oder einem harten Wasserstrahl. Die entstandene Brühe pumpt man immer wieder ab, bis der Teich einigermaßen sauber ist. Fische können währenddessen in der kleinen Pfütze bleiben- ein bißchen Dreck schadet ihnen nichts. Wenn die Fische aber noch klein sind, sollte man natürlich einen Filter über das saugende Schlauchende stülpen, damit sie nicht in der Kläranlage verschwinden. Danach läßt man einfach wieder sauberes Wasser ein, denn der aufgewirbelte Schmutz der Restpfütze wird von allein wieder auf den Boden sinken. Das Ergebnis ist ein Gartenteich mit klarem Wasser.