Gartentipps

 

Sind Sie ein Gartenneuling ?

 

Jeder hegt den Traum nach einem wunderschönen, üppig bewachsenen grünen Garten. Aber in der Realität scheitert dieser Traum oft an Zeitmangel und unzureichenden Mitteln. Und vielleicht war Dein Daumen auch nicht ganz so grün wie gedacht.

Ein schöner Garten hat seinen Preis. Dabei ist die Rede nicht ausschließlich vom Geld, ein Garten kostet vor allem Zeit und Körpereinsatz. Der Rasen muss regelmäßig gemäht werden, Unkraut gejätet und die Pflanzen gegossen werden. Im Herbst wollen die Blätter der umliegenden Bäume kein Ende nehmen, Hölzer werden ausgeschnitten und viele Pflanzen müssen zurückgeschnitten, angehäuft oder ausgegraben werden. Und wer ein Beet vorm Winter umgegraben hat, weiß was er geleistet hat.

Ein Garten ist das Kontrastprogramm zu Büroarbeit, Hausputz, Schule und Dauerstress im Alltag.

Selbst der kleinste Garten wird zur wahren Oase und bietet den Ausgleich, welchen viele Familien so lieben. Längst ist das Klischee verstaubt, in dem nur Senioren während ihrer Rente penibel die Wege vom Unkraut befreien und exakt die Hecken schneiden. Gärten bieten Raum für alle Generationen, vor allem für Kinder.

In einem Garten sind nicht nur die Kinder super aufgehoben. Auch die Eltern können sich verwirklichen und kreativ werden. Gärten gestalten bereitet richtig Spaß. Und wer einmal seinen grünen Daumen entdeckt hat, kommt aus dem gärtnern nicht mehr raus. So machen Kräuterspiralen Lust auf aromatische Gerichte, frische Tomaten vom Strauch schmecken einfach besser und der Salat wird eben kurzerhand bei Bedarf vom Beet geerntet. Kein Floristenstrauß wird es mit einem bunten Blumenstrauß der selbst gesäten Blütenpracht aufnehmen können.

 

Hier sind ein paar Tipps

für Gärtnerneulinge, die zum Erfolg beitragen können:

 

  1. Was soll Dein Garten werden? Ein Spielplatz für Kinder,

ein Gemüsegarten oder ein Blumenmeer?

Es ist schwer, alle Wünsche unter einen Hut zu bekommen.

Du solltest Dich also beschränken, zumindest am Anfang.

Es wird einige Zeit dauern, bis Du Deinen persönlichn

Garten Eden geschaffen hast. Überlege, welche Funktionen Du in Deinem Garten haben möchtest – Sitzgelegenheiten,

Spielbereiche, Blumenbeete – bevor Sie sich an die Arbeit

machen.

Und immer daran denken, In einem Kleingartenverein ist

der Anbau von Obst und Gemüse Pflicht !

 

  1. Fange langsam an ...

Wenn Du Neubesitzer eines Kleingartens bist, solltest Du

es in der ersten Saison langsam angehen lassen. Unter der

schwarzen Erde könnten sich die Gartenträume des

Vorbesitzers verbergen. Viele Pflanzen sind mehrjährig und

werden Jahr für Jahr blühen. Andere Bereiche

müssen vielleicht umgegraben und wiederbelebt werden.

 

  1. Wie viel kannst Du alleine erledigen?

Hier geht es darum, Zeit, Wissen und Geld ins Gleichgewicht

zu bringen. Für viele Gärtner besteht der Charme darin,

alles mit eigener Hand zu erledigen.

Aber Du wirst selten wirklich allein sein. Du kannst immer

Deine Nachbarn um Hilfe bitten ...

 

Bevor Du endgültig zu einer Mischung aus Wühlmaus und Erdferkel mutierst, solltest Du einige Dinge verinnerlichen:

 

Sommer, Sonne, Sonnenbrand

 

Dass Du nicht in Deinen besten Klamotten im Garten arbeitest, sollte klar sein. Wähle etwas Bequemes und Zweckmäßiges. Besonders im Frühjahr und im Herbst empfiehlt sich der Zwiebel-Look, schließlich arbeitet man sich schnell warm und ist dann froh, wenn man etwas ablegen kann.

Vergiss nicht, Dich einzucremen. Setz Dir einen Hut auf und halte in der schlimmsten Mittagshitze Siesta, damit Du keinen Sonnenstich bekommst. Trink viel ! (nicht nur Bier)

 

Billige Garten-Handschuhe

 

... färben manchmal ab. Das merkst Du spätestens dann, wenn Du Deine Pflanzen gießt und Deine Hände mitsamt Handschuhen in den Wasserstrahl geraten. An solchen Verfärbungen kann man tagelang Freude haben.

 

Augen auf beim Pflanzenkauf

 

Die richtige Gartenbepflanzung ist eine Wissenschaft für sich, und manches muss man einfach selbst erfahren haben, um es beim nächsten Mal besser zu machen. In Kurzform: Du solltest bereit sein zu lernen, dass es Frühblüher, Sommerblüher, Spätblüher, einjährige, zweijährige und mehrjährige Pflanzen gibt, von denen manche winterhart sind, andere nicht oder nur bedingt, dass Pflanzen völlig unterschiedliche Ansprüche an ihren Standort haben (Boden, Schatten, Halbschatten, Sonne) und auch verschiedene Vorlieben haben, was die Bewässerung angeht. Die gerade gekaufte Mini-Pflanze kann innerhalb von ein paar Wochen mächtig in die Höhe schießen und die Blümchen hinter ihr völlig verdecken. Also nicht einfach kaufen und einpflanzen, sondern ein wenig planen. Schau Dir Deinen Garten genau an und definiere vorher die verschiedenen möglichen Standorte. Jede Pflanze freut sich über viel Platz und kann nur dann ihre volle Größe erreichen, wenn sie genug davon zur Verfügung hat.

 

Gärten können sehr eigensinnig sein

 

Du wirst im Laufe der Zeit auch merken, dass man beim Gärtnern sehr viel durch Beobachten lernt. Dazu kannst Du Dir ein Gartentagebuch anlegen und dort gärtnerische Erfolge und Misserfolge eintragen, denn ich staune immer wieder, wie viel man im Laufe der Jahre wieder vergisst. Und Gärten sind doch sehr individuell.