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Gartentipps November   


Der November ist der Übergang vom Herbst in den Winter, die Natur beendet ihr Farbenspiel, der erste Frost tritt auf und die meisten Bäume verlieren ihre Blätter.


Hauptaufgabe in diesem Monat ist die Laubbeseitigung und die Winterfestmachung unserer Gärten.


Trotz besseren Wissens wird von vielen Kleingärtnern das Laub immer noch als Müll betrachtet. Dabei ist Herbstlaub ein wichtiger Rohstoff für den Garten, es erzeugt, richtig kompostiert, den so wichtigen Humus für unseren leichten, sandigen Gartenboden.


Humus wirkt im Boden wie ein Schwamm. Er hält das Wasser besser im Boden und lässt es nicht so schnell versickern. Man spart Gießwasser und die Nährstoffe bleiben länger bei den Pflanzen.


In einem gut angelegten Kompost verrottet das Herbstlaub innerhalb weniger Monate zu wertvollem Humus.


Allerdings sollte man das Laub von kranken Obstbäumen

(Schorf oder Birnengitterrost) nicht kompostieren, da die pilzlichen Erreger dieser Krankheiten auch im Kompost überleben können. Dieses Laub gehört in den Hausmüll.


Laub könne wir im Garten als Frostschutz für viele Pflanzen verwenden. Unter Hecken und Ziersträuchern, gemischt mit Erde unter Rosen oder auch auf den Erdbeerbeeten kann man mit Laub einen guter Frostschutz erreichen. Dem Laub unter Moorbeet- pflanzen (Rhododendron oder Kirschlorbeer) etwas Hornspäne hinzugeben. Diese Gehölze bevorzugen saure Bodenverhältnisse.


Der Nutzgarten im November


Jetzt ist es Zeit, die letzten Winteräpfel zu ernten. Sie haben in den ersten Movembertagen ihr volles Aroma entwickelt.


Grünkohl und Rosenkohl sollten erst dann geerntet werden, wenn es einmal richtig gefrhren hat. Erst dann entfalten diese Kohl-sorten ihren vollen typischen Geschmack. Da man den Rosenkohl


bis in den Winter hinein ernten kann, empfiehlt sich ein Schutz der Pflanzen z.B. mit Reisig, da er bei starken Schwankungen der Tages- und Nachttemperatur zäh wird.


Chinakohl, der im Spätsommer gesetzt wurde (er braucht zu seiner Entwicklung lediglich acht Wochen um einen festen Kopf auszubilden) ist deutlich kälteempfinlicher als andere Kohl- sorten und braucht Frostschutz. Am besten, man deckt das Beet mit Reisig oder Gartenflies ab und erntet innerhalb der nächten drei Wochen nach dem ersten Frost.


Die brachliegenden Beete müssen für den Winter ebenfalls vorbereitet werden                                                weiterlesen


Die Stämme junger Obstbäume mit glatter Rinde brauchen vor Wintereinbruch einen Anstrich mit weißer Kalkfarbe (Fachhandel). Der helle Anstrich verhindert bei Frost und Wintersonne Spannungsrisse durch eine starke einseitige Erwärmung der Rinde.


Stachelbeeren benötigen jährlich im Herbst einen konsequenten Auslichtungsschnitt, damit sie fruchtbar bleiben und ihre Kronen nicht zu dicht werden. Drei bis vier Jahre alte Haupttriebe mit stark verästelten Seitentrieben sollten Sie ganz entfernen, um Platz für fruchtbare Jungtriebe zu schaffen. Zu dicht stehende Seitentriebe werden ebenfalls herausgeschnitten. Bei Stämmchen stutzt man die mehrjährigen Seitentriebe der Hauptäste auf rund einen Zentimeter lange Zapfen und lichtet ebenfalls alle zu dicht stehenden Zweigpartien aus. Bei allen Schnittmaßnahmen an Stachelbeeren gilt: Ziehen Sie die dicksten Lederhandschuhe an, die Sie haben!

                                                       

Himbeeren und Brombeeren kann man jetzt leicht durch sogenannte Wurzelschnittlinge vermehren. Man sticht einfach stärkere Wurzeln ab, wäscht sie und teilt sie mit einem scharfen Messer in sechs bis zehn Zentimeter lange Stücke. Diese steckt man anschließend senkrecht in sandige Erde. Wichtig: den neuen Austrieb im Frühjahr auf zehn Zentimeter stutzen.


Der Ziergarten im November


Rosen überwintern


Auf keinen Fall darf die Rose geschnitten werden, wenn bereits in den Nächten mit Frosttemperaturen zu rechnen ist. Der letzte Rosenschnitt (Entfernen verwelkter Blüten) sollte unmittelbar nach ihrer Blüte erfolgen. Müssen die Rosenstöcke in Form gebracht werden, dann sollten Sie diesen Schnitt immer erst im Frühjahr erledigen.


Den Rosenstamm (von Staudenrosen, Stammrosen, Kletterrosen, Wildrosen) sollten Sie im Spätherbst circa 10 bis 20 Zentimeter hoch mit Erde anhäufeln (Veredelungsstelle dabei auf jeden Fall abdecken). Hierfür gut gelockerte Erde verwenden, jedoch keinen Kompost.


Darüber hinaus können Sie dieses Anhäufeln noch mit Laub, Moos und Reisig optimieren. Abgefallene Blätter von den Bäumen dafür zusammenrechen und rund um den Rosenstock verteilen, damit möglichst kein Frost bis zu den Wurzeln durchdringen kann – alternativ eignet sich hierfür auch Stroh.


Sie können aber auch Reisigzweige von Nadelbäumen abschneiden und rund um die Staudenrosen wickeln – eventuell mit Bastschnüren am Stamm vorsichtig fixieren. Auf diese Weise wird der komplette Rosenstock im Winter gut geschützt.

Diese Methode kann auch bei Stammrosen angewandt werden.


Gerade Stammrosen und Kletterrosen bedürfen oftmals eines zusätzlichen Winterschutzes, wofür sich in erster Linie Jutetücher oder Jutesäcke gut eignen. Diese möglichst lose über die Rosenkrone stülpen und am Stamm leicht fixieren (zusammenbinden) – unterhalb der Veredelungsstelle. Die Verwendung von Jute ist deshalb so empfehlenswert, weil dieses Naturmaterial luftdurchlässig ist und dadurch verhindert, dass sich unter dem Rosenschutz Kondenswasser bildet.


Im Frühjahr muss der Winterschutz jedoch wieder gründlich entfernt werden, damit sich die Rose optimal entfalten kann. Als idealer Zeitpunkt für das Entfernen wird die Blüte der Forsythie angesehen.

                                                 

Höchste Zeit für Blumenzwiebeln


Im Gartenfachhandel können Sie jetzt im November noch das eine oder andere Blumenzwiebel-Schnäppchen machen. Wenn Sie die Blumenzwiebeln noch bis Ende des Monats pflanzen, wachsen sie problemlos an und treiben im nächsten Frühjahr rechtzeitig aus.


Eigentlich sollte man meinen, dass man beim Blumenzwiebeln setzen nichts falsch machen kann. Aber es ist dennoch möglich.


Blumenzwiebeln können das ganze Jahr in der Erde bleiben

Wenn die ersten Frühlingsboten wie Tulpen, Osterglocken oder Krokusse ab März ihre Blüten öffnen sollen, dann müssen Sie schon im Herbst dafür sorgen, diese unter die Erde zu bringen. Achtung: Wenn die Zwiebeln erst mal gesetzt sind, dann brauchen Sie sie nach der Blüte nicht mehr auszugraben. Sie können getrost das ganze Jahr in der Erde bleiben. Dort müssen sie aber erst mal hinein. Hierbei ist auf die richtige Pflanztiefe zu achten. Wenn sie zu tief gesetzt werden, können sie sich nicht richtig entfalten, wenn sie nicht tief genug in die Erde kommen, können sie umfallen.


Faustregel:


Immer doppelt so tief pflanzen, wie die Blumenzwiebel groß ist. Hier ein paar Beispiele: Anemonen, Schneeglöckchen, Traubenhyazinthen werden circa 5 Zentimeter tief eingesetzt. Frühe Tulpen und frühe Narzissen, Krokusse und Hyazinthen kommen etwa 10 Zentimeter tief hinein. 15 Zentimeter sind es bei späten Narzissen und Tulpen, sowie bei Lilien und bis zu 25 Zentimeter geht es hinein für den Zierlauch und die Kaiserkrone. Halten Sie sich an unsere Faustregel, dann werden Sie sich im Frühjahr an der Schönheit der vielen Blumen erfreuen können.


Dahlien roden


Wenn die ersten Fröste kommen, dauert es nicht mehr lange, bis das Laub der Dahlien abgestorben ist. Schneiden Sie es komplett ab und roden Sie die Knollen. Mit einem Sortenschild versehen lagert man sie am besten an einem kühlen und dunklen, frostfreien Ort in Kisten mit lockerer Humuserde. Wichtig: Sortieren Sie beschädigte und verfaulte Knollen vor dem Einwintern aus. Das Laub können Sie kompostieren oder als Mulch für abgeerntete Gemüsebeete verwenden.


Winterquartier für Igel einrichten


Igel suchen sich jetzt im Garten einen Unterschlupf für den Winterschlaf. Ideal sind Holzstapel, Reisig- oder Steinhaufen. Wenn Sie die ersten Obstbäume im Garten bereits geschnitten haben, sollten Sie das Schnittgut zusammen mit Herbstlaub aufschichten, um dem Stacheltier ein Quartier zu bieten. Tipp: Legen Sie als Schlafraum eine umgedrehte Obstkiste unter den Reisighaufen, bei der Sie zuvor auf einer Schmalseite die Holzleisten entfernt haben. Wer nicht selbst basteln will, kann im Gartenfachhandel natürlich auch ein richtiges Igelhaus kaufen. Damit unterernährte Tiere sich den nötigen Winterspeck zulegen können, sollte man abends eine Schale mit frischem Nassfutter für Katzen aufstellen.


Nistkästen reinigen


In altem Nistmaterial können Milben und andere Parasiten überdauern, die der Brut im nächsten Jahr das Leben schwer machen. Deshalb sollte man jeden Nistkasten reinigen und desinfizieren.


Winterschutz für Gräser


Schneiden Sie Ziergräser jetzt noch nicht zurück, sondern binden Sie die trockenen Halme zu Büscheln zusammen. So bieten sie den Wurzeln einen guten Nässe- und Kälteschutz. Das ist besonders wichtig bei nässeempfindlichen Arten wie beispielsweise dem Pampasgras (Cortaderia). Sie können es nach dem Zusammenbinden zusätzlich mit Noppenfolie isolieren.